Lourdes-Grotte in St. Rochus

  • Ort

    Pfarrkirche St. Rochus

    Status

    in Planung

    Kontakt

    P. Philipp Maria Karasch CO / Tel: 01-7121015-27 / Mail: p.philipp(at)oratorium.at

Zugang zum Garten

Neben dem Kreuzgang schlummert unser kleiner Garten, dessen Grün und Blüte hier und da durch die matten Fenster des Kreuzgangs leuchtet. Hier planen wir eine schöne Lourdes-Grotte, die ein Ort der Andacht für die ganze Familie werden soll. Um diesen Plan zu verwirklichen, brauchen wir Ihre Unterstützung, sowohl finanzieller als auch evtl. praktischer Natur.

Es müssen Durchbrüche gemacht, neue lichte Türen eingebaut und die Lourdes-Grotte selber errichtet werden. Wenn Sie uns unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an P. Philipp.

In der Kirche ist beim zweiten rechten Seitenaltar ein Opferstock der Lourdes-Grotte gewidmet. Dort werden auch geweihte Kerzen aus dem Sakristei-Fundus angeboten.

Spenden können Sie auch einfach per Überweisung an (Verwendungszweck nicht vergessen!):

R.k. Pfarre St. Rochus 
IBAN
AT48 20111 000023 30598 
BIC
GIBAATWWXXX

Verwendungszweck: Lourdes-Grotte

jede Spende hilft

Ca. 40 % der Kosten sind bereits durch Spenden hereingekommen. Dafür sind wir sehr dankbar! 

Große Projekte kosten leider viel Geld - sind aber nachher besonders schön! Daher bitten wir weiterhin um Ihre Großzügigkeit.

 

 

Die weiße Dame (Artikel aus der Märzausgabe des ROCHUS 2016)

Wer kennt sie nicht, die Lourdes-Grotten? Allein in Österreich gibt es Dutzende davon. Und jeder mag sie. Wofür diese Pilgerorte stehen und warum sie so verbreitet sind, möchten wir ein wenig beleuchten.

Es ist das Jahr 1940 und in einem Großteil Europas tobt ein fürchterlicher Krieg. Auf ihrer Flucht vor den Nazis gelangt ein Paar in Frankreich immer weiter nach Süden und befinden sich nun kurz vor der rettenden spanischen Grenze. Von dort würde ihnen die Welt offenstehen.

Der bekannte Schriftsteller und seine nicht minder bekannte Frau müssen sich gedulden und in einem Ort namens Lourdes Quartier nehmen. Katholischen Ohren klingt der Name des südfranzösischen Städtchens vertraut, doch die beiden Ruhelosen haben mit dem christlichen Glauben höchstens am Rande zu tun. Er ist angesehener Schriftsteller des soeben mal wieder untergegangenen Österreich und sie die „femme fatale“ und legendäre Künstlergattin, die sich zwischen ihren jüdischen Geliebten und Ehemännern und dem gerade angesagten Antisemitismus nicht recht entscheiden kann…

Jedenfalls ist Alma Mahler-Werfel nun einmal doch mit Franz Werfel gekommen und wartet auf den anstehenden Grenzübertritt. Er jedoch macht ein Gelübde an die Jungfrau: Wenn sie die rettende Küste Amerikas erreichen, werde er das Lied der kleinen Bernadette Soubirous singen, der das Privileg zuteil wurde, die Madonna selbst zu sehen:

„Ich habe es gewagt, das Lied von Bernadette zu singen, obwohl ich kein Katholik bin, sondern Jude. Den Mut zu diesem Unternehmen gab mir ein weit älteres und viel unbewußteres Gelübde. Schon in den Tagen, da ich meine ersten Verse schrieb, hatte ich mir zugeschworen, immer und überall durch meine Schriften zu verherrlichen das göttliche Geheimnis und die menschliche Heiligkeit – des Zeitalters ungeachtet, das sich mit Spott, Ingrimm und Gleichgültigkeit abkehrt von diesen letzten Werten unseres Lebens.“

Dieses Lied von der unmittelbaren Berührung des Himmels mit der Erde, von diesem „göttlichen Geheimnis“ und den „letzten Werten des Lebens“ singt auch heute noch jede dem Originalschauplatz nachempfundene Grotte, die an das unerwartete und wunderliche Zusammentreffen zwischen der, wie Bernadette selbst sagte, „weißen schönen Dame“ und dem bitterarmen Mädchen erinnert.

Die erste Begegnung mit der Madonna hatte Bernadette am 11. Februar 1858 und die beiden beteten gemeinsam. Zu insgesamt 18 Begegnungen wird es kommen, die dem armen Mädchen aber auch große, fast unüberwindliche Schwierigkeiten machen; die Einflußreichen des Ortes beschimpfen, verachten sie, schüchtern sie mit schrecklichen Drohungen ein und setzten sie massiv unter Druck, eine Lüge zu gestehen. Aber sie hat kein Täuschungsmanöver begangen.

Es kommen aber immer mehr Menschen zur Grotte beim Mistplatz und es ereignen sich unerklärliche Dinge: Bernadette verbrennt ihre lange in eine Kerzenflamme gehaltene Hand nicht. Auf den Wink der Erscheinung gräbt sie eine unbekannte Quelle aus, in deren Wasser bis heute über 7000 Menschen geheilt worden sind.

Und so ist der Strom der Gläubigen nicht mehr aufzuhalten. Sogar der Pfarrer muß anerkennen, daß hier nicht ein überspanntes Mädchen am Werk ist, sondern der Himmel. Lourdes wird zum größten Wallfahrtsort Frankreichs und zum Synonym für Hoffnung.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein von Geburt an taubes Mädchen in Lourdes geheilt! Doch es gibt auch andere Heilungen. So wurde jemand zwar nicht von seinen körperlichen Behinderungen befreit, doch war mit einem Mal die Freude zurück und ein ungeheuer belebender Humor, der nun anderen Kranken zugute kommt, die in Lourdes Trost und eventuell sogar Heilung suchen.

Franz und Alma Werfel haben es übrigens geschafft uns sind in den USA angekommen. Die Erfüllung des Gelübdes ließ nicht lange auf sich warten und wuchs sich zu dem größten Erfolg des Autors aus.

Nun gibt es Überlegungen, den alten Trend zur Grotte hier wiederzubeleben: Neben dem Kreuzgang wuchert ein kleiner Garten vor sich hin und bringt schon einige Rosen hervor, die sich sicher gut mit einer hl. Grotte vergesellschaften lassen. Dazu bräuchte es kleiner Investitionen, auch ein Zugang muß her. Das wäre ein kleiner, grüner Überraschungsort der Andacht und Erholung! Wer sich engagieren möchte, melde sich bei P. Philipp.

 

 

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Röm.-kath.
Pfarre St. Rochus und Sebastian
Landstraßer Hauptstraße 54-56
1030 Wien
Österreich

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