Zur 429. Monatswallfahrt kommt P. Clemens Grill OSB

Unsere monatliche kleine Wallfahrt zum Gnadenbild auf dem Hochaltar

Am Sonntag, dem 26. Märzwird P. Clemens Grill OSB (Dechant im Dekanat Leoben, Stmk.) die Monatswallfahrt leiten. Er war selbst lange Jahre Ministrant von St. Rochus und wir freuen uns besonders auf seinen Besuch!

Die 4 Gebetsanliegen der Monatswallfahrt für die Kirche sind:
1. Erneuerung der Kirche
2. Festigung im Glauben
3. Geistliche Berufe
4. Frieden in der Welt

Ablauf der Monatswallfahrt:
Beginn um 18 Uhr mit dem feierlichen Einzug und dem Rosenkranz vor dem Allerheiligsten. Daran schließt die hl. Messe an. Den Gastzelebranten, der die hl. Messe feiert und die Predigt hält, können Sie jeweils aus dem aktuellen Newsletter ersehen.

Zur Geschichte des Gnadenbildes:
Pater Caspar Scheurer hat das Bild 1754 aus Rom gebracht, und auf persönlichen Wunsch der Kaiserin Maria Theresia wurde es 1759 auf den Hochaltar zur besonderen Verehrung übertragen. Im Jahr 1754 kehrte der Augustinerpater Caspar Scheurer nach einer Pilgerreise aus Rom heim und brachte eine Kopie des Bildnisses der Mutter vom Guten Rat und die Reliquien des hl. Bonatus oder Donatus mit.

Das Original dieses Bildes befindet sich in der Kirche der Augustinereremiten von Genazzano, etwa 50 km südlich von Rom. Es handelt sich um ein von der Wand abgelöstes Fresko, das in einen Rahmen gefaßt worden ist Auf der Borte, die den Halsausschnitt des Kleides des Jesuskindes ziert, ist die Schrift: A. Viva... fecit zu lesen. So ist in dem Künstler Antonio Vivarini (gest. 1476) zu vermuten. Das Bild wurde schon bald nach seiner Entstehung von einer Mörtelschicht überdeckt und geriet in Vergessenheit. Als man später eine Konsole in der Nähe des unteren Randes des Bildes anbringen ließ, löste sich der Verputz, und das Bild kam zum Vorschein. Dieses plötzliche Sichtbarwerden des bereits vergessenen Freskos erschien dem Volk wie ein Geschenk des Himmels, und alsbald bildete sich eine fromme Legende über seine Herkunft: Das Bild stamme aus Skutari in Albanien und sei von Engelshänden über das Meer gebracht worden, weil in Genazzano der Kirchenbau, den eine fromme Ordensschwester angeregt und begonnen hatte, aus Geldmangel nicht vollendet worden war. In Genazzano tragen sowohl die Mutter Gottes als auch das Jesuskind goldene Kronen, gestiftet vom Fürsten Colonna, dem Herrn dieser Stadt. Die Krönung wurde mit Einwilligung Papst Innozenz XI. 1682 feierlich vollzogen.

1753 beschloß das Augustiner-Kapitel in Rom, die Verehrung dieses Gnadenbildes zu verbreiten. Dazu beigetragen hat wohl das Gelübde des römischen Augustinerpaters Andreas Bacci, der zum Dank für die Heilung von einer Gemütskrankheit angeblich 70 000 Nachbildungen des Gnadenbildes anfertigen ließ, um sie in alle Welt zu versenden.

Am 2.8.1753 approbierte Papst Benedikt XIV. eine „Pia Unio“ der Mutter vom Guten Rat, die bereits 25 Jahre nach ihrer Entstehung mehr als 134 000 Mitglieder zählte. Ein großer Verehrer der Mutter vom Guten Rat war Papst Leo XIII. Er gestattete 1893 den Gebrauch eines weißen Skapuliers zu Ehren der Mutter Gottes vom Guten Rat, 1903 erhob er die Augustinerkirche in Genazzano zur Basilica minor, und im gleichen Jahr nahm er den Titel „Mutter vom Guten Rat“ in die Lauretanische Litanei auf. In dem diesbezüglichen Dekret schreibt Leo XIII.: „Maria verdient diesen Titel in zweifachem Sinn: Weil ihr Sohn Gottes Heilsratschluß an die Menschheit ist und weil sie mit ihrem Wort ‚Was er euch sagt, das tut!‘ einen Rat von letzter Gültigkeit gegeben hat, denn wer einen ratsuchenden Menschen auf Christus und sein Wort verweist, rät ihm stets gut“. (22.4.1903)

Pater Caspar Scheurer war einer der bedeutendsten Patres des Augustinerklosters auf der Landstraße im 18. Jahrhunderts. Er hatte nicht nur innerhalb seines Klosters wichtige Ämter, sondern er war auch Professor an der Wiener Universität und in dem Studienjahr 1752/53 Dekan der theologischen Fakultät. 1752 war er zum Prior seines Klosters gewählt werden. Es ist daher gut möglich, daß er zum Augustiner-Kapitel nach Rom gereist ist und an dem Entschluß, die Verehrung unseres Gnadenbildes zu fördern, teilgenommen hat. Auf jeden Fall hat das Gnadenbild in St. Rochus bald viele Verehrer gefunden. Aus dem Jahr 1758 wird uns berichtet, daß eine Novene zur Mutter zum Guten Rat stattgefunden hat, zu deren Abschluß das Gnadenbild in feierlicher Prozession nach St. Stephan getragen wurde, um dort das Gnadenbild Maria Pötsch zu besuchen.

Gebet zur Mutter v. Guten Rat:
„Gedenke O Mutter vom Guten Rat, wie viele schon die Macht deiner Fürbitte erfahren haben und aus großen Gefahren des Leibes und der Seele gerettet worden sind. Von solchem Vertrauen beseelt eile ich zu Dir und flehe aus der Tiefe meines Herzens zu Dir: O laß wo die Not am größten ist, Deinen Rat am nächsten sein. Wenn mir Menschen nicht mehr zu raten wissen, laß Deines Rates mich teilhaftig werden. Ganz besonders bitte ich Dich um die Gnade, daß ich allezeit Gottes heiligen Willen erkenne und vollbringe. Amen.“

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Röm.-kath.
Pfarre St. Rochus und Sebastian
Landstraßer Hauptstraße 54-56
1030 Wien
Österreich

Bus 4A, 74A / U-Bahn U3 - Station Rochusgasse

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