Rochus, Sebastian und Corona - Schutzheilige in Zeiten der Pandemie

Schutzpatrone gegen Seuchen: Rochus, Sebastian und Corona

In diesen Tagen empfiehlt es sich ganz besonders, die Heiligen anzurufen, die die Gläubigen immer schon als Patrone gegen Seuchen verehrt haben. Zu ihnen zählen der hl. Rochus und der hl. Sebastian, unsere Kirchenpatrone, aber auch die hl. Corona, die wohl nur zufällig Namensgleichheit mit dem sich derzeit ausbreitenden Virus hat.

Eine Novene zu beten, bedeutet, ein Gebet neun Tage hintereinander zu verrichten und so der eigenen Bitte Beständigkeit und Inständigkeit zu verleihen.

Der hl. Rochus wurde als Sohn reicher Eltern in Montpellier geboren. Nachdem er als Zwanzigjähriger seine Eltern verloren hatte, verschenkte er sein Vermögen und trat in den dritten Orden des heiligen Franziskus ein. Als Rompilger im Jahr 1317 half er unterwegs bei der Pflege von Pestkranken. Diese soll er nur mit Hilfe des Kreuzzeichens wundersam geheilt haben. In Rom angekommen heilte er weiter, ohne dass er zu Ansehen oder Reichtum kam. Auf seiner Rückreise (1322) erkrankte er in Piacenza selbst an der Pest und wurde von niemandem gepflegt; er betete und zog sich in eine einsame Holzhütte im Wald zurück. Dort wurde er der Legende nach von einem Engel gepflegt, und der Hund eines Junkers brachte ihm so lange Brot, bis er wieder genesen war und er in die Stadt zurückgehen konnte, wo er weiterhin heilte, bis er dort die Pest besiegt hatte. Als er wieder in seine Heimatstadt kam, erkannte ihn aufgrund seiner Narben und Verunstaltungen durch die Pesterkrankung niemand; so wurde er unter dem Verdacht der Spionage ins Gefängnis geworfen. Rochus dankte Gott für diese Prüfung und brachte geduldig fünf Jahre im Gefängnis zu, bis er starb. Nach seinem Tod identifizierte man ihn anhand eines kreuzförmigen Mals, welches er seit seiner Geburt auf der Brust hatte. Vieles im Leben des heiligen Rochus gilt als legendarisch, die Lebensgeschichte wurde im Jahr 1478 in Venedig niedergeschrieben.

Gebet zum hl. Rochus

" Mit Vertrauen wenden wir uns an dich, großer Fürsprecher bei Gott, heiliger Rochus! Da schon viele Städte und Länder deinen Schutz erfahren haben und die ganze Kirche dich als einen großen Patron wider die Pest und ansteckende Krankheiten verehrt, so bitten wir dich: so wie Gott durch dich die Kranken in den Spitälern getröstet und geheilt hat, so erlange auch uns heute Gottes besondere Hilfe in dieser schwierigen Zeit. Erbitte uns die Befreiung von dieser Epidemie und das Heil aller Kranken. Mache vom Himmel aus das heilige Kreuzzeichen über uns und unser Vaterland, damit uns dieser Virus zum Segen und nicht zum Verderben werde. Amen."

Der hl. Sebastian (+288)

Seine Jugend verbrachte Sebastian in Mailand und wurde wegen seines guten Benehmens zum Offizier der Leibwache von Kaiser Diokletian und Maximian ernannt. Der Überlieferung zufolge hatte sich Sebastian als Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof öffentlich zum Christentum bekannt und notleidenden Christen geholfen, woraufhin ihn Diokletian zum Tode verurteilte und von numidischen Bogenschützen erschießen ließ. Im Glauben, er sei tot, ließ man ihn danach liegen. Sebastian war jedoch nicht tot, sondern wurde von einer frommen Witwe, der hl. Irene, die ihn eigentlich für das Begräbnis vorbereiten wollte, gesundgepflegt. Nach seiner Genesung kehrte er zu Diokletian zurück und bekannte sich erneut zum Christentum. Diokletian befahl daraufhin, ihn mit Keulen im Circus zu erschlagen. Sebastians Leichnam warf man in die Cloaca Maxima, einen städtischen Abflussgraben in der Nähe des Tiber, aus dem er von Christen geborgen wurde, nachdem er ihnen im Traum den Ort seines Verbleibens gezeigt haben soll. Danach wurde er in der Sebastian-Katakombe beerdigt. Über seinem Grab wurde schon im 4. Jahrhundert die Kirche San Sebastiano fuori le mura errichtet.

Gebet zum hl. Sebastian

V. Bitte für uns, o heiliger Sebastian! A. Dass uns Pest und Krankheit nicht schaden kann. V. Lasset uns beten! O Gott, Du hast auf die Fürbitte Deines heiligen Blutzeugen Sebastian Deine Kinder wiederholt vor Pest und ansteckender Krankheit bewahrt und ihnen die Gnade eines seligen Todes verliehen. Wir bitten Dich, beschütze auch uns in allen Gefahren und errette uns von jähem und unversehenem Tode! Bewahre auf seine Fürbitte unsere Familien, unsere Heimat und unser Vaterland vor todbringender Seuche, ansteckender Krankheit und jeglichem Unheil! Behüte uns vor dem verderblichen Pesthauch der Sünde, dass wir in Deiner Gnade christlich leben, gottselig sterben und glücklich zu ewigen Heimat gelangen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

 Die hl. Corona war nach den Legenden die Frau des Märtyrers Victor. Im Alter von erst 16 Jahren starb sie ebenfalls den Martertod, indem sie mit zwei gebeugten Palmen beim Emporschnellen zerrissen wurde. Der Name „Corona”, lateinisch „die Gekrönte”, weist ebenso wie der griechische Name „Stephana” von Stephanus auf den allgemeinen Begriff „Märtyrerin” Wann und wo Sie gelebt und das Martyrium erlitten hat, ist nicht ganz sicher: * 161 oder 287 (?) † 177 oder 303 (?) in Damaskus in Syrien oder in Antiochia, heute Antakya in der Türkei oder in Alexandria in Ägypten oder auf Sizilien in Italien oder in Marseille in Frankreich Gebet zur hl. Corona

" Allmächtiger Gott, der du die Sünden deines Volkes vergibst und alle seine Gebrechen heilest; der du dich nennst: der Herr, unser Arzt, und deinen geliebten Sohn gesandt hast, dass er unsere Krankheiten trage; blicke herab auf uns, die wir demütig vor Dir stehen. Wir bitten dich in dieser Zeit der Epidemie und Not, gedenke deiner Liebe und Güte, die du je und je deinem Volk in Zeiten der Trübsal gezeigt hast. Wie du die Versöhnung Aarons gnädig angesehen und der ausgebrochenen Plage Einhalt geboten hast, wie du Davids Opfer angenommen und dem Engel, dem Verderber, befohlen hast, seine Hand abzulassen, so nimm auch jetzt unser Gebet und Opfer an und erhöre uns nach deiner Barmherzigkeit. Wende diese Krankheit von uns ab; lass die, die davon befallen sind, wieder genesen; beschütze die, welche durch deine Güte bisher bewahrt geblieben sind, und lass die Plage nicht weiter um sich greifen. Hl. Maria, Heil der Kranken - bitte für uns! Hl. Corona - bitte für uns! Hl. Sebastian - bitte für uns! Hl. Rochus - bitte für uns!"

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Röm.-kath.
Pfarre St. Rochus und Sebastian
Landstraßer Hauptstraße 54-56
1030 Wien
Österreich

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