Seelenmesse und Bestattung von P. Heribert Bastel CO

In Jesus leben und in Jesus sterben

Am 29. April, Fest der hl. Katharina v. Siena, wird P. Heribert vor der 8 Uhr Messe in der Kirche aufgebahrt.

Wir feiern hl. Seelenmessen für P. Heribert um 8 Uhr, um 12 Uhr sowie um 15 Uhr das feierliche Requiem mit anschl. Bestattung in der Gruft unter der Rochuskirche.

Die Teilnahme am lateinischen Requiem um 15 Uhr ist nur mit Anmeldung möglich, und zwar bei Pfarrer P. Florian Calice unter der Emailadresse p.florian(at)oratorium.at (beschränkte Platzzahl!).

Für die Mitfeier der Seelenmessen um 8 und um 12 Uhr bedarf es keiner Anmeldung - bitte nützen Sie auch diese Möglichkeiten, für P. Heribert zu beten.

 

Heribert Bastel wurde am 10. Juni 1924 als zweiter Sohn des Prokuristen Karl Bastel und seiner Frau Franziska, geb. Berger, in Wien geboren und wuchs in Kaisermühlen auf. Nach der ausgezeichneten Matura am Bundes-Realgymnasium Wien 1 (Stubenbastei) mitten während des Zweiten Weltkrieges wurde er noch im April 1942 zum Reichsarbeitsdienst und im Dezember desselben Jahres zur deutschen Wehrmacht eingezogen. Ursprünglich für die Ostfront bestimmt kam er mit seinem Truppenteil nach Frankreich, wo er zum Ende des Krieges in französische Kriegsgefangenschaft geriet. Nach seiner Entlassung konnte er seiner bereits länger gehegten Berufung folgen und trat in das Wiener Priesterseminar ein. Nach dem Theologiestudium an der Wiener Universität wurde er am 29. Juni 1951 gemeinsam mit 28 weiteren jungen Männern in der Stephanskirche von Kardinal Theodor Innitzer zum Priester geweiht. Seine erste Stelle als Seelsorger führte ihn als Kaplan nach Baden –St. Stephan, ehe er von 1953 bis 1957 als Domvikar in St. Stephan in Wien tätig war. 1957 wurde er zum Religionsprofessor und Kirchenrektor am Gymnasium der Theresianischen Akademie auf der Wieden ernannt, eine Tätigkeit, die er mehr als zwanzig Jahre lang ausübte und in der er seine seelsorgerischen und pädagogischen Fähigkeiten mit einer weit über Wien hinausreichenden Strahlkraft entfalten konnte. Bereits während seines Theologiestudiums war er als Hörer von Univ-Prof. DDr. Friedrich Wessely auch mit der aus Irland stammenden Laienbewegung der Legion Mariens bekanntgeworden, die er schon früh als eine Hauptstütze seines Apostolates zu nutzen begann. Als Geistlicher Leiter zunächst der Jugendcuria Wien, dann der Curia „Ancilla Domini“ Wien-Döbling und schließlich langjähriger Assistent des Geistlichen Leiters des Senatus Österreich der Legion Mariens wurde Professor Bastel in ganz Österreich als unermüdlicher Seelsorger, als Beichtvater für Jung und Alt, als begeisterter und begeisternder Prediger, als geduldiger Familien- und Priesterbegleiter, als Wecker von Priester- und Ordensberufungen und nicht zuletzt auch als immer innovativer Ideenhaber und Ideengeber bekannt. Der bereits 1970 verstorbene Professor Wessely hatte ihn auch mit der französischen Schule der neuzeitlichen Frömmigkeit und der Idee des Oratoriums in Berührung gebracht, was sowohl in der 1973 erfolgten Promotion zum Doktor der Theologie an der Wiener Universität mit einer Arbeit über Kardinal Pierre de Bérulle als Spiritual des französischen Karmels als auch in der 1977 zunächst als domus pia und dann 1978 definitiv erfolgten Gründung der Wiener Kongregation der Oratoriums des hl. Philipp Neri seinen Ausdruck fand. 1979 übernahm das Oratorium die Pfarre St. Rochus in Wien-Landstraße, die Heribert Bastel dann von 1979 bis 1988 leitete. 1990 schließlich wurde er noch einmal Gründungspräpositus in einem auf Bitten des Wiener Erzbischofs neuerrichteten Haus des Oratoriums in Maria Lanzendorf bei Wien. In dieser Zeit hielt er 13 Jahre lang Vorlesungen über spirituelle Theologie an der Hochschule des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz. Nach Auflösung der Kongregation von Maria Lanzendorf übersiedelte er 2007 zunächst in das Carolusheim in Wien-Währing, ehe er 2020, körperlich von seiner langjährigen Parkinson-Erkrankung schon sehr geschwächt, aber geistig und geistlich von ungebrochener Aufnahmefähigkeit, in eine kleine Wohnung am Rennweg, nicht weit von der Rochuskirche und seinem geliebten Oratorium entfernt, übersiedelte. Bis wenige Wochen vor seinem Tod konnte er immer wieder die hl. Messe in seiner Wohnung oder in der Rochuskirche konzelebrieren, an den übrigen Tagen brachte ihm täglich ein Priester des Oratoriums den Leib des Herrn. Bis zuletzt liebevoll betreut und umsorgt von Schwester Maria Johanna Sommerer und anderen treuen Helferinnen, gab er, wohlvorbereitet durch die Sakramente der Kirche und einen vorbildlichen christlichen und priesterlichen Wandel, in den Abendstunden des Karfreitags, am 2. April 2021, seine Seele in die Hände ihres Schöpfers zurück.

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Röm.-kath.
Pfarre St. Rochus und Sebastian
Landstraßer Hauptstraße 54-56
1030 Wien
Österreich

Bus 4A, 74A / U-Bahn U3 - Station Rochusgasse

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